Laura Stadler liest aus “Regennächte”

CN: Mobbing, toxische Familienverhältnisse, SVV

Im November 2019 fand in Berlin das erste Literaturcamp Berlin statt. Im Zuge dieses Barcamps mit dem Themenschwerpunkt Literatur gab es abends einige Lesungen, die wir aufgezeichnet haben und im Nachgang der Veranstaltung als Podcast veröffentlichen. Den Anfang macht Laura Stadler mit “Regennächte”.

Laura Stadler ist 23 und schreibt schon Geschichten, seit sie weiß, wie man Stifte richtig hält. Nebenbei studiert sie Literaturwissenschaft in Augsburg und plant, als Lektorin zu arbeiten. Neben Prosapoesie liegt der Hauptfokus des Autorinnenlebens gerade auf Regennächte, das als Debütroman planmäßig im Frühjahr 2020 erscheinen soll:

Wenn dir das Leben Steine in den Weg legt, dann baust du kein Haus daraus, du stolperst darüber und schlägst dir die Knie blutig. Weil das echte Leben nie wie Bücher funktioniert. Das echte Leben ist laut und beschissen und tut höllisch weh. Zumindest ist das, was Charlie in den achtzehn Jahren ihres Lebens gelernt hat. Sicher, es geht auch anders – aber wenn du nie gut genug für deine Mutter bist, wenn du systematisch über deine gesamte Schulzeit hinweg gemobbt wirst und dein gescheiterter Suizidversuch dich als Schandfleck der Familie brandmarkt, dann verlernst du irgendwann, ans Happily-Ever-After zu glauben.

Das #litcampBER war Lauras erstes Litcamp, aber, wie sie selbst als @tastentaenzerin auf Twitter schreibt: Ganz sicher nicht das letzte!

Das Literaturcamp Berlin wurde 2019 unterstützt von der Leipziger Buchmesse, der Berliner Sparkasse, sensitivity-reading.de und dem Codestammtisch-Podcast.

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